Rödinghausen. Im Rahmen der unternehmensübergreifenden Initiative „NextGEN Network“, welche dieses Jahr zum dritten Mal stattfand, gingen rund 30 Auszubildende der ostwestfälischen Unternehmen Häcker, EGGER und IMA Schelling am 17. April 2026 in Begleitung ihrer Ausbilder:innen auf eine gemeinsame Lernreise. Per Shuttle Bus besuchten die Young Talents die drei Standorte, erhielten Einblicke in unterschiedliche Fertigungsprozesse und nutzten die Gelegenheit zum unternehmensübergreifenden Austausch. So entstand ein praxisnahes Verständnis für industrielle Wertschöpfung entlang der gesamten Prozesskette – über die Grenzen einzelner Unternehmen hinweg.
Starke Ausbildung durch gelebte Kooperation in Ostwestfalen
Wie entsteht eigentlich eine Küche – von der ersten Idee über das Material bis hin zum fertigen Produkt? Und welche Rolle spielen moderne Maschinen, nachhaltige Werkstoffe und engagierte Fachkräfte dabei? Antworten auf genau diese Fragen erhielten in diesem Jahr rund 30 Auszubildende gemeinsam mit ihren Ausbilder:innen beim Kooperationsevent von EGGER, Häcker und IMA Schelling. Bereits zum dritten Mal luden die drei ostwestfälischen Unternehmen zu einer gemeinsamen Lernreise entlang der Wertschöpfungskette ein – und machten damit deutlich, wie zukunftsfähige Ausbildung heute aussehen kann.
Organisiert wurde der Tag von einem engagierten Team aus allen drei Unternehmen: Kristin Homann (IMA Schelling), Timo Iversen (EGGER) und Rebecca Priemer (Häcker). Ihr gemeinsames Ziel: Ausbildung nicht isoliert zu denken, sondern als verbindendes Element zwischen Unternehmen, Menschen und Zukunft.
Die Standorte könnten kaum näher miteinander verbunden sein: EGGER in Bünde, IMA Schelling in Lübbecke sowie Häcker in Rödinghausen arbeiten seit vielen Jahren eng in der Lieferkette zusammen. Was im Tagesgeschäft selbstverständlich ist, wird in der Ausbildung bewusst erlebbar gemacht: ein starkes Bündnis aus Ostwestfalen, das sich über die Jahre zu einer festen Institution entwickelt hat – getragen von Vertrauen, Offenheit und dem gemeinsamen Anspruch, junge Talente bestmöglich auf die Zukunft vorzuberei-ten.
Lernen über den Tellerrand hinaus
Abseits des gewohnten Arbeitsalltags durften die Auszubildenden in diesem besonderen Format über den eigenen Fachbereich hinausblicken. Mit einem Shuttle Bus ging es von Unternehmen zu Unternehmen, begleitet von spannenden Werksbesichtigungen und praxisnahen Einblicken. Dabei wurde der Wertschöpfungsprozess greifbar: IMA Schelling entwickelt und fertigt hochpräzise Maschinen, mit denen bei EGGER aus Holz ein leistungsfähiger, dekorativer Werkstoff entsteht. Bei Häcker werden diese Materialien schließlich zu hochwertigen, individuellen Küchen verarbeitet – Made in Ostwestfalen, für Kundinnen und Kunden weltweit. Diese Perspektivwechsel ermöglichen es den Auszubildenden, Zusammenhänge zu verstehen, Prozesse einzuordnen und den eigenen Beitrag im großen Ganzen zu erkennen. Kompetenzen, die weit über Fachwissen hinausgehen – und in einer zunehmend vernetzten Arbeitswelt immer wichtiger werden.
Netzwerke, die halten
Neben dem inhaltlichen Programm spielte auch das unternehmensübergreifende Netzwerken eine zentrale Rolle. Junge Talente aus unterschiedlichen Ausbildungsberufen, Unternehmen und Standorten kamen ins Gespräch, tauschten Erfahrungen aus und knüpften Kontakte. Netzwerke wie diese sind elementar für die berufliche Zukunft: Sie fördern interdisziplinäres Denken, erleichtern später die Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg und stärken die Region als attraktiven Wirtschaftsstandort. „Ausbildung endet heute nicht mehr am Werkstor“, betont Rebecca Priemer, Leitung Young Talents bei Häcker. „Wer fachlich stark sein und sich abheben möchte, muss Zusammen-hänge verstehen und Menschen kennen. Genau das ermöglichen wir mit diesem Format.“
Ausbildung mit Blick nach vorn
Alle drei Unternehmen eint der Anspruch, qualitative Ausbildung am Puls der Zeit anzubieten. Es geht darum, junge Menschen fachlich wie persönlich zu stärken, sie auf die Anforderungen von morgen vorzubereiten und langfristig im eigenen Bedarf auszubilden – verantwortungsvoll und nachhaltig.
Auch Simon Hartwich, HR-Leiter bei Häcker, hebt den Mehrwert hervor: „Diese Kooperation zeigt, wie viel Kraft entsteht, wenn Unternehmen Wissen teilen und gemeinsam investieren – in junge Talente und in die Zukunft unserer Region.“ Ähnlich sieht es Serdal Avci, Personalleiter bei EGGER: „Unsere Wertschöpfung basiert auf enger Zusammenarbeit. Dass Auszubildende die Bedeutung von Kooperation und Vernetzung so früh erleben dürfen, ist ein großer Gewinn – für die jungen Menschen und für uns als Unternehmen.“ Für Lars von der Wellen, Personalleiter bei IMA Schelling, ist die Lernreise ein klares Signal: „Kooperation statt Konkurrenz – dieses Mindset brauchen wir auch in der Ausbildung. Das Event zeigt, wie partnerschaftlich und zukunftsorientiert das in Ostwestfalen gelebt wird.“
Das Unternehmen Häcker
Häcker wurde 1898 als Tischlerei von Hermann Häcker gegründet und 1938 von seinem Sohn Friedrich übernommen. Der Grundstein für den heutigen wirtschaftlichen Erfolg wurde von seinem Schwiegersohn Horst Finkemeier und seiner Frau Renate im Jahre 1965, durch die Serienfertigung von Küchenmöbeln, gelegt. Als inhabergeführtes Familienunternehmen produziert Häcker heute in fünf Werken an zwei Standorten in Rödinghausen und Venne Einbauküchen und bietet seinen Handelspartnern und Mitarbeitenden eine einzigartige, wertebasierte Unternehmenskultur – verlässlich, verantwortlich und vorbildlich.
Mit den Produktlinien concept130 und systemat sowie den Marken BLAUPUNKT und h│tech für Küchen-Einbaugeräte bietet Häcker ein umfangreiches Produktportfolio für unterschiedlichste Kunden und Märkte, von konsumorientiert bis premium.
Weitere Informationen zu Häcker finden Sie auf unserer Webseite unter haecker-kuechen.com und auf LinkedIn @Häcker Küchen GmbH & Co. KG.





