
Küche ahoi!
Häcker geht aufs Wasser. Die ersten exklusiven Yachten von Arkup sind in Florida zu Wasser gelassen worden. An Bord: hochwertige Küchen aus Rödinghausen.
Vor einer ausgesprochen ungewöhnlichen Aufgabe standen die US-Vertreter von Häcker im vergangenen Jahr: Die Entwickler der Arkup-Yachten wünschten sich Küchen für ihre luxuriösen schwimmenden Wohnungen. In Zusammenarbeit mit dem niederländischen Architekten Koen Olthuis baut Arkup eine Mischung aus Yacht und schwimmendem Haus. Vom Äußeren her eher an eine Villa erinnernd, haben die autarken Yachten von Arkup einen eigenen Antrieb und können so ihren Liegeplatz selbstständig wechseln, ohne geschleppt werden zu müssen.
„Das war alles neu und ausgesprochen interessant für uns. Wir mussten viele ungewöhnliche Dinge beachten, zum Beispiel Zugangsluken im Boden.“
Eine Villa mit Motor
Olthuis, ein Pionier schwimmender Bauten, der derzeit u. a. auf den Malediven einen ganzen Stadtteil mit 5.000 Häusern auf dem Wasser baut, hat mit dem Prototypen „Arkup 75 Livable Yacht“ eine elegante, lichtdurchflutete 2,5-Millionen-Luxusvilla mit Motor entwickelt, welche die wohlhabenden Eigner mal hierin und mal dorthin fahren können. „Ich konnte mit dem Projekt eine Art Stelzen entwickeln, sodass die Häuser weitgehend vom Wasser getragen werden, aber trotzdem auf dem Boden ruhen und so sehr stabil sind. Das Prinzip kann man jetzt skalieren.“ Mithilfe der ausfahrbaren Stützen kann die Yacht in flachen Küstengewässern, etwa vor Miami, so stationiert werden, dass sie nicht dem Seegang ausgesetzt ist.
Zwei mit den gleichen Werten
„Es war eine knifflige Aufgabe für uns“, sagt Andreas Gommeringer, Director Sales Overseas von Häcker in den USA. „Das Ganze kam über einen niederländischen Häcker Handelspartner zu uns. Der hatte den Gründern von Arkup schon eine Küche für die Arkup 75 geplant. Die waren dann auch sehr zufrieden mit der Qualität, mit dem Einbau und generell mit dem Produkt Häcker. Jetzt sollten wir ein Konzept für die kleinere „Arkup 50 Livable Yacht“ konzipieren. Wir haben uns das Projekt angesehen und schnell festgestellt, dass wir die gleichen Werte vertreten: Nachhaltigkeit, Moderne, Technologie, Innovation. Da haben wir uns wiedererkannt und direkt eine Kooperation daraus gemacht.“
Viel Stauraum
Genau für dieses „floating home“ hat Häcker USA also eine Küche entworfen, die mit wenig Platz auskommt, trotzdem enorm viel Stauraum bietet und erheblich zur minimalistischen Eleganz und dem modernen Lebensgefühl der Yacht beiträgt. Die Arkup-Yachten sind inzwischen in Serie gegangen und die ersten liegen im Wasser – samt Küchen von Häcker, ausgestattet mit Geräten von Miele.
Zwei Küchen an Bord
„Der Platz an Bord war sehr limitiert“, erzählt Andreas Gommeringer. „Es musste viel untergebracht werden. Boot 2 hat zum Beispiel einen versteckten TV im Oberschrank. Und bei den außergewöhnlichen Designs für Boot 3 und 4 ging es quasi um zwei Küchen. Eine ist ein bisschen versteckter, wo dann der angestellte Koch die Speisen zubereitet. Und nach vorne hin gibt es eine Open-Living-Situation mit einer Kücheninsel.“
Die verschiebbare Insel
Julia Klinge, die das Projekt betreut hat, ergänzt: „Das war alles neu und ausgesprochen interessant für uns. Wir mussten viele ungewöhnliche Dinge beachten, zum Beispiel Zugangsluken im Boden. Daraufhin haben wir eine Insel konstruiert, die man verschieben kann, damit wir flexibler im Platz sind. Gerade bei den Küchen für Yacht 3 und 4, wo wir jeweils diese zwei Küchen hatten, war Platz ein ganz großes Thema. Bei dem Cooking-Bereich für den Personal Chef mussten wir sehen, ob wir überhaupt die Tür noch aufbekommen. Was ist mit dem Öffnungswinkel für den Kühlschrank, geht das alles? Der Platz war wirklich sehr, sehr begrenzt. Wir haben dann teilweise Ecken so genutzt, dass man von der anderen Seite, vom Flur, darauf Zugriff hat. Wir haben versteckte Schränke gebaut, die Wände wurden dann mit zu öffnenden Paneelen verkleidet.“
„Die Yachten werden bei den meisten Leuten den größten Teil der Zeit festliegen, aber trotzdem sind sie ja beweglich. Das heißt, sie fahren und müssen damit zumindest eine gewisse Beweglichkeit des Untergrunds aushalten, was normale Küchen nicht müssen.“
Stabilität ist wichtig
Anders als gedacht war Gewicht kein Thema, weshalb die Küchen auf den Arkup-Yachten auch mit Natursteinarbeitsplatten ausgestattet sind. Viel wichtiger waren Beweglichkeit und Zugänge zur Technik. Andreas Gommeringer: „Die Yachten werden bei den meisten Leuten den größten Teil der Zeit festliegen, aber trotzdem sind sie ja beweglich. Das heißt, sie fahren und müssen damit zumindest eine gewisse Beweglichkeit des Untergrunds aushalten, was normale Küchen nicht müssen.“ Wichtig war auch die Stabilität der Konstruktion, erinnert sich Julia Klinge: „Es ging um den Stellwandbau, an dem die Küche befestigt wurde, damit das auch bei Wellengang auf jeden Fall sicher und stabil ist.“
Küchen, weiß wie eine Yacht
Ausschlaggebend für die Wahl von Häcker für die Yacht-Küchen war das moderne Design von Häcker. Was genau wurde denn dann auf den Yachten eingebaut? Andreas Gommeringer: „Wir haben die Produktlinie systemat und das Modell AV 4030 dafür ausgewählt, mit Hochglanz-Lack, von den Farben her sehr freundlich gehalten, alles in Kristallweiß. Für Boot 3 und 4 haben wir uns für eine Kombination entschieden. Im vorderen Bereich zeigen wir unsere beleuchtete Kehlleiste, und im hinteren Bereich, wo wirklich gekocht und gearbeitet wird, gibt es Griffe.“








